Small Incision Lenticule
Extraction (SMILE)
Bei der SMILE-Technik wird über einen nur etwa 4 mm breiten Lasereinschnitt ein rund 7 mm großes Gewebestück (Lentikel) aus der Hornhaut entfernt. Dieses Lentikel wird zuvor mit einem hochpräzisen Femtosekundenlaser in der Tiefe der Hornhaut vorbereitet und anschließend manuell durch den Operateur herausgezogen. Die so entstehende kleine Kavitation kollabiert und verändert die Form der Hornhautoberfläche – das Sehen wird dadurch korrigiert.
Vorteile:
- Es wird kein Flap (Gewebedeckel) wie bei der LASIK benötigt.
- Komplikationen wie eine mögliche Flap-Verschiebung entfallen.
- Deutlich weniger Nervenfasern in der Hornhaut werden durchtrennt – das Risiko trockener Augen ist geringer.
Anwendungsbereich:
- Kurzsichtigkeit bis –8,0 dpt. (früher –10,0 dpt.)
- Moderater Astigmatismus
Was meint der Arzt?
- Geringere Präzision: Im Gegensatz zum Excimer-Laser, der Gewebe in
Schritten von 1/1000 mm abträgt, arbeitet die SMILE-Methode weniger exakt –
für hohe Kurzsichtigkeiten aber ausreichend. - Einschränkungen bei den Anwendungsbereichen:
• Nicht geeignet für Kurzsichtigkeiten bis –1,5 dpt. (Gewebelentikel wäre zu klein).
• Weitsichtigkeit kann mit SMILE nicht behandelt werden.
• Astigmatismus wird nur unzureichend korrigiert.
Die SMILE-Methode ist ein interessantes Verfahren, das vor allem in China und Korea breite Anwendung findet – bedingt durch den dort hohen Anteil an starker Kurzsichtigkeit. Auch in Deutschland wird sie von einigen Zentren als „neues Verfahren“ angeboten.
Ein Nachteil: Notwendige Nachbehandlungen sind häufiger als bei der LASIK.
Sie können allerdings nur mit PRK oder LASIK erfolgen – und erfordern damit einen zusätzlichen Eingriff an der Vorderfläche der Hornhaut.
In unserer Praxis, Optivision Oldenburg, ist die SMILE-Technik derzeit nicht im Einsatz.
Besuchen Sie unsere Infoabende