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Der Hauptfehler wird kompensiert. Bei etwa 5% der Fälle verbleibt ein Restfehler . Dieser kann durch „Nachrotieren“, also einer operativen Nachjustage in den Wochen danach bei Bedarf korrigiert werden. Ansonsten ist eine Laserkorrektur auf der Hornhaut etwa 2 Monate nach der Operation möglich.




Hornhautverkrümmungen erzeugen optisch gesehen ein verzogenes Bild im Auge. Korrigiert werden kann dieses mit Hilfe von Brillengläsern, die ein sogenanntes Zylinderglas in sich bergen. Oder durch Kontaktlinsen deren Oberfläche ebenfalls unterschiedliche Krümmungsradien haben, so dass der Hornhautfehler kompensiert wird.
Ist die Brechkraft in 2 Hauptebenen der Hornhaut unterschiedlich spricht man von unterschiedlicher Hornhautkrümmung oder Astigmatismus. Hierbei werden auf dem Augenhintergrund 2 Brennebenen erzeugt, die ebenfalls senkrecht zueinander stehen. Der Kreis „kleinster Verwirrung“ dazwischen ergibt im Effekt ein verzogenes Bild. Im Brillenrezept wird dieser Fehler mit dem 2. Zahlenwert, der Zylinderkorrektur, beschrieben.

Optische Wirkung einer Hornhautverkrümmung, „Schiefer Astigmatismus“
Eine andere Möglichkeit ist die operative Korrektur der Hornhautverkrümmung.
Bei einem operativen Linsenaustausch kann durch die Wahl einer genau berechneten torischen Kunstlinse der Fehler ebenfalls kompensiert werden, das Tragen einer Brille oder Kontaktlinse wird dann überflüssig.

Vor der Operation wird die Krümmungsachse auf der Hornhaut markiert
Nach Einbringen der torischen Kunstlinse in die Hinterkammer des Auges wird
die Zylinder- Achse so gedreht, dass die vorbestehende Hornhautverkrümmung exakt ausgeglichen wird. Die Krümmungsachse der Hornhaut und Zylinderachse der torischen Kunstlinse liegen genau senkrecht zueinander- der Gesamtfehler wird optisch kompensiert.

Monitorbild vom OP-Mikroskop mit Markierungsfolien