Lasik, wellenfrontopimierte Abtragung

Die Lasik (Laser in sito Keratomileusis- d.h. die Hornhaut wird mittels Laserstrahlen moduliert) ist das weltweit am häufigsten angewendete Verfahren zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit. Jährlich werden in den USA etwa 2 Mio., in Europa etwa 1 Mio. Behandlungen durchgeführt (Stand Januar 2010). 1991 wurde die erste Lasik in den USA durchgeführt.

Anwendung:
Bei Kurzsichtigkeit bis - 8,0 dpt.
Bei Weitsichtigkeit bis +3,5 dpt.
Bei Hornhautverkrümmung (Stabsichtigkeit) bis 4,0 dpt.


Blick von der Liege auf die Laserapertur


Der Flap ist zur Seite gelegt, auf das darunter liegende Stroma erfolgt der Laserabtrag

Voraussetzung: Gesunde Augen (kein Grauer oder Grüner Star),
Alter mindestens 18 LJ., Volljährigkeit

Betäubung: Tropfanästhesie. 2 mal im Abstand von 5 min.

Heutige Technik: Am Lasikzentrum Optivision Oldenburg® wird ausschließlich die wellenfrontoptimierte Technik (Eye- Q) mit dem Allegretto Wavelight Laser verwendet- bei jeder Behandlung.

Vorteil: Zusammen mit dem zentralen Laserabtrag wird im Flankenbereich so moduliert, dass die Grundform der Hornhaut- ein diskusförmiges Profil- möglichst gering verändert wird. Diese Eye- Q Technik ermöglicht eine Anpassung des Profils an verschieden hohe Grade der Kurzsichtigkeit. Damit wird eine verzerrungsarme Optik auch unter kritischen Lichtbedingungen (Dämmerungssehen) erreicht.

Vorgehen: Mit einem Mikrokeratom oder Femto- Laser wird eine äußere, ultradünne Lamelle gebildet.

Es folgt die Behandlung mit dem Wavelight - Excimer Laser von 10 bis 25 Sekunden Dauer (abhängig vom Grad der Fehlsichtigkeit).

Die Lamelle wird zurückgelegt und passt sich adhäsiv dem Hornhautbett an. Nähte oder Klebung sind nicht nötig.

Dauer: 15 min

Danach: Für 2 bis 3 Tage sollte nicht gearbeitet werden (trockene Büroluft). Die volle Sehleistung ist schon am ersten Tag erreicht, kann aber noch leicht in der ersten Woche schwanken.

Risiken: Leichtes Tränen oder Fremdkörpergefühl in der ersten Woche. Tränenersatzmittel helfen diese Phase zu überbrücken.

Da Laserimpulse im exzentrischen Bereich der Hornhaut zunehmend reflektiert werden, erfolgt die Berechnung der Algorithmen radiusabhängig.