Wie funktioniert Lasik?

Die Hornhaut hat den größten Anteil an der Gesamtbrechkraft des Auges. LASIK bedeutet: Laser in situ keratomileusis (keratos: griech. - die Hornhaut, Mileusis: griech. - formen). Mit Hilfe von parallel gebündelten Lichtstrahlen mit einer Wellenlänge von 193 nm wird die optisch wirksame Oberfläche der Hornhaut so modelliert, dass die Gesamtbrechkraft des Auges sich wunschgemäß verändert - die Fehlsichtigkeit wird korrigiert. Seit 1991 ist dieses Verfahren ständig weiterentwickelt worden und gilt nunmehr als das weltweit am häufigsten angewandte operative Verfahren zur Korrektur der Fehlsichtigkeit.

 

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Ziel der Behandlung

ist ein Alltag ohne Brille oder Kontaktlinsen. Bei der Voruntersuchung wird die Fehlsichtigkeit exakt gemessen. Die Daten werden in einen Computer eingegeben und damit das Ablationsprofil an der Hornhaut errechnet. Der Excimer Laser trägt mit diesen Vorgaben exakt das Gewebe an der Hornhaut ab, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.

Bestehende Augen- und Allgemeinerkrankungen, die Einfluss auf das Laserverfahren haben können, werden bei einem individuellen Gespräch erörtert. Träger von Kontaktlinsen sollen über einige Zeit auf diese verzichten, damit die Hornhaut in ihrer ursprünglichen Form vermessen werden kann. Tragen Sie in dieser Zeit bitte Ihre Brille. Am Operationstag erscheinen Sie ohne Make up, kein Parfume verwenden, da Alkohol Einfluß auf das Laserverfahren haben kann. Bei der Lasikbehandlung erhalten Sie zu Beginn betäubende Augentropfen, die das Auge schmerzfrei machen. Ein eingesetzter Lidhalter verhindert das Zukneifen. Ein Präzisionsgerät wird aufgesetzt und eine oberflächliche Lamelle an der Hornhaut erzeugt.

Das Präzisionsgerät wird entfernt, die Lamelle zurückgeschoben, dann erfolgt die Laserbehandlung. Sie dauert weniger als eine Minute. Diese Prozedur erleben Sie schmerzfrei, lediglich ein Druck am Auge wird empfunden. Bei Kurzsichtigen trägt der Laser in der Mitte der Hornhaut Gewebe ab, bei Weitsichtigen randwärts der Mitte.

Während der Behandlung betrachten Sie ein Fixierlicht über sich. Eine Hochgeschwindigkeitskamera im Infrarotbereich verfolgt supragenau die Augenbewegungen und passt die Laserzentrierung impulsgenau an. Am Ende wird die Hornhautlamelle zurückgeschoben und unter dem OP-Mikroskop exakt platziert. Ein Verband hält das Auge für eine halbe Stunde geschlossen. Diese Zeit verbringen Sie in unserem Ruheraum.

Dieses Bildbeispiel zeigt die hochpräzise Genauigkeit des Lasersystems.

Hier wurde zu Demonstrationszwecken das Wort EXCIMERLASER in ein Menschenhaar graviert.Hier wurde zu Demonstrationszwecken das Wort EXCIMERLASER in ein Menschenhaar graviert.

 

 

Nach dem Eingriff erfolgt die Kontrolle an der Vergrößerungslampe. Ist alles in Ordnung, gehen Sie nach Hause.

In den ersten Tagen müssen Sie mit vermehrtem Tränenfluß und einem leichten Fremdkörpergefühl rechnen. Eine Augenschutzklappe für die erste Nacht verhindert unbeabsichtigtes Reiben. Augentropfen in den ersten Tagen sollen regelmäßig geträufelt werden. Die Sehschärfe ist schon am folgenden Tag ohne Korrektur sehr gut, kann aber innerhalb von 2 bis 4 Wochen noch schwanken.

LASIK-Behandlung - das sollten Sie wissen

  • nach der OP besteht ein leichtes Fremdkörpergefühl für 2 bis 3 Tage und vermehrter Tränenfluss
  • schon am 1. Tag in über 90% der Fälle gutes Sehen ohne Brille möglich, aber noch schwankende Werte innerhalb der ersten 2 bis 4 Wochen
  • bei geringen Restfehlern erfolgt ein "fine-tuning" nach 4 bis 8 Wochen,
    nach einer Korrektur hoher Fehlsichtigkeit sind vorübergehende Blenderscheinungen möglich
  • Kontrollen am 1. Tag, nach einer Woche, nach einem Monat
  • extrem trockene Augen, rheumatische Erkrankungen und Augenerkrankungen können eine Kontraindikation für das Verfahren bedeuten
  • die Alterssichtigkeit wird nach erfolgreicher Lasik wie bei einem Normalsichtigen ab dem 45. bis 50. Lebensjahr mit einer Lesebrille korrigiert
  • die Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten nicht, aber die Kosten sind als „Außergewöhnliche Belastung“ steuermindernd geltend zu machen